Die Wiesenrispe (Poa pratensis) gilt als das Rückgrat hochwertiger Rasenflächen. Ihre Besonderheit sind unterirdische Ausläufer (Rhizome), mit denen sie Lücken selbstständig schließt und die Grasnarbe regelrecht miteinander vernetzt. Das Ergebnis ist eine scherfeste, trittstabile Fläche, die sich nach Belastung selbst regeneriert – der Grund, warum die Wiesenrispe in Sportrasen- und Rollrasenmischungen einen hohen Anteil einnimmt.
Aus Saatgut etabliert sich die Wiesenrispe allerdings langsam: Die Keimung dauert zwei bis vier Wochen, die volle Narbendichte entwickelt sich erst über Monate. Genau hier liegt der Vorteil des fertig kultivierten Rollrasens, in dem das Gras bereits ausgereift ist und seine Stärken vom ersten Tag an ausspielt. Die Wiesenrispe bevorzugt sonnige bis halbschattige Lagen, kommt mit Hitze und Trockenphasen vergleichsweise gut zurecht und harmoniert ideal mit dem schnell keimenden Deutschen Weidelgras. Welche Gräser in welcher Rollrasensorte stecken, zeigt der entsprechende Glossareintrag.