Die Lägerrispe (Poa supina) ist das schattenverträglichste Rasengras, das im Garten- und Sportplatzbau eingesetzt wird. Ursprünglich aus schattigen, feuchten Alpenlagen stammend, wächst sie dort zuverlässig weiter, wo andere Gräser aufgeben: unter Bäumen, an Nordseiten und zwischen Gebäuden. Über oberirdische Ausläufer breitet sie sich flächig aus, schließt Lücken schnell und bildet eine dichte, trittfeste Narbe – eine seltene Kombination aus Schattentoleranz und Belastbarkeit.
Ihr helleres Grün unterscheidet sie optisch von Weidelgras und Wiesenrispe; in reinen Schattenmischungen prägt sie deshalb den Farbton der Fläche. Die Lägerrispe bevorzugt gleichmäßige Feuchtigkeit und dankt eine regelmäßige Nährstoffversorgung mit dichtem Wuchs. Wegen der aufwendigen Saatgutgewinnung ist sie eine hochwertige Komponente, die gezielt in Schattenrasen-Mischungen dosiert wird. Für Rasenflächen mit wenig direkter Sonne – etwa im Halbschatten – ist sie oft der entscheidende Erfolgsfaktor.