Topdressing bezeichnet das gleichmäßige Aufbringen einer dünnen Schicht aus Sand oder sandreichem Substrat auf die Rasenfläche – pro Durchgang meist nur 0,3 bis 0,5 Zentimeter. Die Maßnahme stammt aus der professionellen Sportplatz- und Golfplatzpflege und hat sich längst auch im Privatgarten bewährt. Verwendet wird in der Regel gewaschener Rasensand mit einer Körnung von etwa 0 bis 2 Millimetern, der nach dem Mähen ausgebracht und mit einem Schleppbesen oder einer Rasenrakel in die Grasnarbe eingearbeitet wird.
Regelmäßiges Topdressing gleicht kleine Unebenheiten aus, fördert den Abbau von Rasenfilz und verbessert die Wasser- und Luftführung im oberen Bodenbereich. Besonders wirkungsvoll ist die Kombination mit dem Aerifizieren: Der Sand füllt die entstandenen Löcher und lockert so dauerhaft die Bodenstruktur. Auf schweren, lehmigen Böden lässt sich die Fläche dadurch Jahr für Jahr spürbar verbessern. Ideal sind ein bis zwei Durchgänge pro Saison im Frühjahr oder Spätsommer, wenn der Rasen in aktivem Wachstum steht und die Gräser schnell durch die dünne Schicht hindurchwachsen.