Die Schnitthöhe beschreibt die Länge, auf die der Rasen beim Mähen eingekürzt wird – und sie hat großen Einfluss auf Dichte, Gesundheit und Trockenheitsverträglichkeit der Fläche. Für Zier- und Gebrauchsrasen gelten 3,5 bis 4,5 Zentimeter als ideal; Schattenrasen darf mit 4,5 bis 5,5 Zentimetern etwas höher stehen, da die Gräser dort mehr Blattfläche für die Photosynthese benötigen. Grundsätzlich gilt die Drittel-Regel: Pro Schnitt wird nie mehr als ein Drittel der Halmlänge entfernt, damit die Gräser nicht in Stress geraten.
Wird dauerhaft zu tief gemäht, schwächt das die Wurzeln, der Boden trocknet schneller aus und Unkraut sowie Moos finden freie Lücken. In Hitzeperioden sollte die Schnitthöhe deshalb bewusst um etwa einen Zentimeter angehoben werden. Beim frisch verlegten Rollrasen ist zudem der Erstschnitt ein besonderer Moment: Er erfolgt erst nach dem Anwachsen und bewusst mit hoher Einstellung. Ein scharfes Messer ist bei jeder Schnitthöhe Pflicht – ausgefranste Schnittstellen trocknen aus und lassen die Fläche braun erscheinen.